_Willkommen auf meinem Blog! Diesmal soll es um eine eher kurze Wanderung gehen. In vielen anderen meiner Berichte (aber längst nicht in allen) geht es um längere Wege. Aber manchmal hat man einfach nicht so viel Zeit und möchte dennoch raus in die Natur. Ein kurzer Anfahrtsweg und eine Wanderung um die zwei Stunden sind auch mal unter der Woche machbar. Leider war das Wetter nicht top. Aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Egal, es muss nicht immer Regen sein beim Wandern. Es hat aber auch Vorteile. Kein Sonnenbrand, wenig Wanderer unterwegs, ruhe, Abkühlung, man muss kein Wasser suchen. OK, es hat natürlich auch Nachteile. Aber eben nicht nur.

Bild 1: Blick zurück zum Start. Langenbruck im Regen. Mal nicht sonnig, sondern wolkenverhangen und neblig.
_Was macht das Wandern bei schlechtem Wetter etwas angenehmer.
- Eine Thermosflasche mit warmem Tee
- Trockene Füsse
- Schutz vor Unterkühlung
- Eine (trockene) Sitzunterlage
- Etwas zu essen
- Reservekleidung (wenn nötig)
- Etwas mehr Zeit einrechnen (tendenziell benötige ich bei schlechtem Wetter etwas mehr Zeit als bei gutem Wetter)

Bild 2: Der blick nach vorne. Dank des Regenwetters richtig sattes Grün. Das ist eben auch schön!

Bild 3: Es geht hoch und schon bald in den Wald. Der erste «Berg» ist bald geschafft.
_Aber nun zur Wanderung. Diese startet in Langenbruck. Auch wenn der Name dies vermuten liesse, es gibt dort keine lange Brücke. Man nimmt an das es dort sumpfig war und ein langer Teil der Strecke befestigt wurde und auf beiden Seiten des Weges mit Baumstämmen das Material zusammengehalten wurde. Das sah etwas aus wie eine Brücke. Daher der Name. Warum hat man das gemacht? Hier ist die Passhöhe des «Oberen Hauensteins». Ein Weg der schon zu Römerzeiten, aber auch schon früher, als wichtige Nord-Süd Verbindung diente. Auf den ersten Metern hat es noch nicht geregnet. Das sollte sich aber bald ändern. Was solls. Laufe ich halt bei Regen. Es geht zuerst mal hoch. Zuerst geteert, dann über Wiesen und am Schluss noch etwas durch den Wald. Und schon hat man den ersten Hügel (Spaleneggli) erklommen. Dort mache ich auch eine kurze Rast. Die einzige des Tages. Dann geht es schon weiter zur Spalenmatt und zum Schwenigflüeli. Vor dem Schwenigflüeli muss man etwas aufpassen. Es hat viele Wanderwegweiser. Man sollte sich einfach an den richtigen orientieren. Das Schwenigflüeli ist auf einem teilweise recht schmalen Grat. Aber durchaus begehbar. Anschliessend kommt der Abstieg nach Langenbruck. Der geht nochmals durch schöne Buchenwälder und ist sehr gut zu laufen. Das war es eigentlich schon, eine kurze Wanderung eben.

Bild 4: Der erste und einzige Rastplatz an diesem Tag.
_Was lief nicht so gut? Meine Schuhe, die ich an diesem Tag anhatte, waren überhaupt nicht wasserdicht. Die Schuhe sind sonst ganz ok. Ich habe diese gekauft, um mit dem Hund laufen zu gehen und zum Bushcraften. Aber eben eher bei gutem Wetter. Ein Spaziergang bei schlechtem Wetter mit dem Hund geht gerade noch. Eine Wanderung durch nasses Gras und so liegt aber nicht drin. Jedenfalls nicht wenn man trockene Füsse haben möchte. Auch die Socken waren komplett nass. Die sind, also die Schuhe, von der Marke Weissenstein. Günstig, robust und eigentlich ganz ok, auch für eine Wanderung. Aber mit einem richtig guten Wanderschuh können diese klar nicht mithalten. Die kosten natürlich dann auch das dreifache und mehr. Meine Gamaschen hielten den Rest unten trocken. Bis auf das Kondenswasser. Ich hätte die Gamaschen hinten öffnen können. Dann wäre das sicher besser, respektive trockener gewesen. Aber grundsätzlich sind Gamaschen, aus meiner Sicht zumindest, eine gute Sache. Ich nutze welche von Tatonka und bin damit sehr zufrieden. Eine gute Regenjacke ist auch sehr empfehlenswert. Gerne trage ich auf dem Kopf ein Käppi. Das «Vordach» des Käppi ist auch sehr praktisch wenn man die Kapuze oben hat. Dank dem Käppi sitzt auch die Kapuze am richtigen Ort. Das finde ich sehr praktisch. Bei einer guten Jacke kann man die Kapuze auch sehr gut einstellen. Grundsätzlich muss ich aber sagen dass bei einer doch relativ kurzen Wanderung die Ausrüstung nicht so wichtig ist, wie wenn man mehrere Tage unterwegs ist.

Bild 5: So ist die Aussicht an diesem Tag. Nicht so weit, aber doch sehr schön.

Bild 6: Der schmale Weg auf das Schwenigflüeli. Gut zu laufen und schön anzuschauen.

Bild 7: Ohne Worte!
_Noch ein kleiner Gratistipp: Eine Thermosflasche, mit grosser Öffnung, mit Suppe füllen und zwei «Wienerli» reintuen. Dann hat man etwas Warmes für die Pause. Und etwas Warmes in der Pause ist vor allem bei kalten Wetter viel Wert. Noch ein rechtes stück Brot und man hat eine gute Mahlzeit. Es geht also recht einfach. Auch nicht zu unterschätzen. Man hat sofort etwas zu Essen. Mann muss nicht zuerst etwas kochen.
Manchmal nehme ich einen Kocher mit und mache mir unterwegs warmes Wasser für eine Instantsuppe. Auch sehr fein. Braucht aber halt etwas Zeit.

Bild 8: Detailsicht auf dem Weg zum Schwenigflüeli.

Bild 9: Kurz vor dem Schwenigflüeli wird es nochmals abwechslungsreich. Man kann diese Stelle rechts umgehen.
_Fazit: Die Wanderung gehört zu den Wandervorschlägen von https://26summits.ch/. Es ist nicht das erste mal, dass ich eine dieser Wanderungen gelaufen bin. Wahrscheinlich auch nicht das letzte mal. Das Wetter hätte besser sein können. Auf der anderen Seite mag ich es aber eben auch bei solchen Verhältnissen mal unterwegs zu sein. Und seien wir ehrlich, wenn man die Nacht im eigenen warmen Bett verbringen kann, ist es ja nur halb so wild.

Bild 10: Am Ziel, aber nicht am Ende. Von hier geht es nur noch abwärts.

Bild 11: Der Weg zurück nach Langenbruck geht durch schöne Buchenwälder. OK, man sieht auf dem Foto nicht nur Buchen, aber doch sehr viele.
_Bist du auch schon bei schlechtem Wetter gewandert. Schreibe mir einen Kommentar. Das würde mich freuen.
Viel (nachhaltigen) Spass in der Natur,
Urs
Infos zur Tour
Link auf Karte als PDF:
Link auf GPS-Track:
Länge | 6 Km | LKm | 9 |
Auf-/Abstieg | 312 m / 312 m | Zeit | 2 h 0 min |
Max Höhe | 979 m ü m | Start / Ziel | Langenbruck BL |
Anreise |
ÖV: Mit dem ÖV entweder den Zug nach Oensingen nehmen. Dann umsteigen auf den Zug nach Balsthal. Dann mit dem Bus nach Langenbruck. Von Norden her mit dem Zug nach Liestal und dann mit dem Bus nach Waldenburg und dann umsteigen auf den Bus nach Langenbruck. Auto: Entweder mit dem Auto über Oensingen – Balsthal oder via Liestal Waldenburg. |
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Schwierigkeit | Keine. |
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