Der Titel hätte auch heissen können «Ein Traum wird wahr». Seit ich mal ein Bild vom Bärenloch gesehen habe, wollte ich da hin. Nun war ich dort.
Aber zum Anfang. Schon der Einstieg in die Wolfsschlucht ist sehr schön und wild. Hier hat die Dünnern sich in vielen Tausend Jahren eine schöne Landschaft erschaffen. Es gibt gleich hier eine Busshaltestelle, aber auch für ein paar Autos hat es platz.
Wegen des Regens der vergangenen Wochen führt die Dünnern viel Wasser. Das Bild zeigt das zwar nicht so deutlich. Aber es ist laut und das Wasser fliesst wild das Thal hinunter.
Aber es geht jetzt nicht so um diesen Bach. Es geht jetzt in die Schlucht, die der Wolfsbach auch in tausenden von Jahren geformt hat. Auch hier führt der Bach deutlich mehr Wasser als normal. Es ist bereits das dritte Mal, das ich hier rauf gehe. Bis jetzt war der Bach immer mit sehr wenig Wasser. Zum Teil sah man gar kein Wasser. Eine trockene Angelegenheit. Nicht aber jetzt. Das viele Wasser lässt die Wolfsschlucht noch viel wilder erscheinen und man kann gut erahnen, wie der Bach sich den Weg durch das Gestein gearbeitet hat.
Der Einstieg ist recht steil. Oft sieht es wie eine Sackgasse aus. Aber der Weg schlängelt sich durch die Schlucht und führt einem schnell nach oben.
„Extra“ in den Felsen eingearbeitete Grillplätze. Es hat hier zwei solcher Plätze, die oft genutzt werden. Das wäre ein Platz für eine Übernachtung.
Weiter oben wird es nochmal eng und kühl.
Hier geht es schon mehr Richtung Bärenloch. Der Weg ist nicht überall beschildert. Wer sich aber etwas orientieren kann wird es sicher finden.
Hier sieht man bereits den Aufstieg zum Bärenloch. Du kannst nichts sehen? Aber hier ist er. So oder so. Landschaftlich finde ich es hier sehr schön.
Der Weg zum Bärenloch ist sehr steil!
Dort zu ein aber ge.. schön!
Ok, so reimt es sich nicht. Dafür ist es aber anständiger geschrieben. Das Bärenloch ist eindrücklich. Man sieht halt das man nicht der erste Besucher ist. Kein Abfall, alles ordentlich. Und doch sind die Spuren der Menschen nicht zu übersehen, inkl. Urin Geschmack, bevor man ganz drinnen ist.
Da ich nicht schwindelfrei bin kann ich es nicht richtig geniessen. Aus dem «Loch» sieht man direkt nach Welschenrohr und mein Picknick kann ich auch nicht so locker zu mir nehmen, weil ich weiss, dass ich denselben Weg wieder runter muss. Aber es hat sich dennoch gelohnt.
Jetzt habe ich es gesehen, jetzt kann ich wieder gehen.
Der Felsen hier mit den ganzen Bäumen und Sträuchern ist einfach schön. Natur pur.
Das Bild täuscht etwas. Der Wasserfall ist hoch. Ich kenne keinen in der nähe bei dem das Wasser so hoch direkt runter fällt. Diese Stelle liegt nicht auf meinem Weg. Ist ein kleiner Umweg, den ich aber empfehlen kann.
Dann geht es steil nach oben. Steil ist es heute leider oft. Rauf und runter. Rauf geht’s so richtig in die Lungen, runter dann in die Oberschenkel. Man kommt also nicht zu kurz.
Dann geht es mal etwas flacher oberhalb der ganzen Felsen, an denen man unten Richtung Westen lief, wieder Richtung Osten.
Mauern wie diese sind typisch für den Jura. Diese hat man extra wieder aufgebaut. Speziell ist hier, dass auf der anderen Seite mal Frankreich war. Das war während der Zeit der helvetischen Republik (1798 – 1803). Jetzt ist es die Kantonsgrenze Bern-Solothurn. Die Mauer wurde aber bereits im Jahr 744 erbaut und ist mehrere Kilometer lang.
Hier der Weg. Man sieht, die Wolfsschlucht bin ich rauf und runter. Es gäbe sicher auch noch andere Möglichkeiten der Routenwahl. So kann ich es aber sehr empfehlen.
Auf dieser Wanderung habe ich ein GPS-Gerät genutzt. Nicht für die ganze Strecke. Die Genauigkeit hat mich sehr positiv überrascht. Dazu aber mehr in einem folgenden Bericht. Nachteil ist das man nur noch auf das Gerät schaut und sich nicht auf die eigenen Orientierungsfähigkeiten verlässt. Ok, das GPS-Gerät ist, im Gegensatz zum Mensch, sehr zuverlässig, wenn es um die Orientierung geht.
Die Wanderung habe ich eher spät (ca. 16:45), an einem Freitag nach der Arbeit, gestartet. Auch wenn sie eigentlich nicht so lang ist, darf man diese nicht unterschätzen. Zu den Kilometern kommen noch die Höhenmeter. Und die haben es in sich. Aber ich bin noch bei Tageslicht zurückgekommen. Dafür trifft man auch fast niemanden an unterwegs. Man hat die Natur für sich allein. Natürlich ist dann auch niemand unterwegs der einem helfen könnte, wenn einem etwas passiert. Aber es heisst doch immer: Selbst ist der Mann!
Wie schätze ich meinen Zeitbedarf?
Distanz: 12,3 Km
Höhenmeter aufwärts: 909m
Leistungskilometer: 21,3 (12,3 + (909/100))
Zeitbedarf: ca. 4 h 15 min (Leistungskilometer durch 5 (fünf steht für 5kmh, die ich pro Stunde etwa laufe))
Fazit: Landschaftlich finde ich diese Gegend einfach super. Der Jura ist ein schönes Gebirge und bietet viele perfekte Möglichkeiten für eindrückliche Wanderungen. Hier, um Welschenrohr, ist genau so eine eindrückliche Landschaft. Ihr merkt sicher schon, mir gefällt es hier. Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich in dieser Region unterwegs bin.
Warst du schon hier und was kann man hier in der nähe noch bewandern? Schreibe mir einen Kommentar.
Viel (nachhaltigen) Spass in der Natur,
Urs
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