Fischen. Warum? Der Mensch sammelt, jagt und fischt seit urgedenken. Fischen ist eine gute Methode an Essen zu kommen. Und zudem ist ein verantwortungsvoller und waidgerechter Umgang mit den gefangenen Fischen auch moralisch vertretbar. Zudem habe ich durch das lernen auf die SANA Prüfung viel über Fische und vor allem deren Lebensraum gelernt. Nicht vergessen sollte man auch das vor allem Fischer sich für die Fische einsetzen. Nicht nur weil es sonst nichts mehr zu fischen gibt, sondern um den Fischbestand auch langfristig zu sichern.
Bild 1: Burgäschisee vor 6:00 Uhr morgens. Ruhig und still liegt der See vor mir.
Pflanzliche Nahrung kann man im Wald recht viel finden. Man muss halt lernen was Essbar ist und was nicht. Will man aber mehr Nahrung finden, wird es etwas schwieriger. Insekten sind auch ein guter Energielieferant. Wildtiere erst recht. Aber jagen ist nicht so einfach und bei uns natürlich auch stark reglementiert. Das Patent ist nicht so einfach zu machen. Fischen ist sicher auch nicht so simpel, aber das Patent ist doch eher einfach zu erhalten und fischen ist keine Hexerei.
Bild 2: Gleicher Ort wie das Bild oben, aber mit Sonne. Wunderschön!
In der Schweiz ist es möglich ohne Patent und ohne SANA (Sachkundeausweis) Ausweis zu fischen. Z.B. vom Ufer des Bielersee aus. Bei vielen Seen oder für längere (Monats und Jahres) Patente wird aber ein SANA Ausweis verlangt. Und ich denke es macht Sinn den «Schein» zu machen. Vor allem wenn man, wie ich, noch nicht so viel Ahnung vom angeln hat.
Bild 3: Meine Ausrüstung. Nicht ganz alles, aber doch das meiste. Viel braucht man nicht.
Ausrüstung: Es ist unglaublich was es da alles gibt. Natürlich braucht man nicht alles. Besser gesagt, das meiste braucht man nicht. Um es mir einfacher zu machen bin ich in den nächsten Fischerladen (https://fischen.ch/) gegangen und habe mich beraten lassen. Dann habe ich mir ein Einsteigerset und ein paar verschiedene Köder gekauft und damit bin ich fürs erste gut gerüstet. Zuerst muss ich mir ja mal den Umgang damit aneignen und mit allem klarkommen. Die Fische sind also noch sicher vor mir. Ich habe auch nicht vor mir eine riesige Angelausrüstung zuzulegen. Ich will einfach Fischen lernen und dass auch etwas praktizieren.
Einen Fischtöter (eigentlich um die Fische zu betäuben) habe ich mir aus Buche selber «geschnitzt» und ein Messer (damit tötet man die Fische) habe ich schon. Eine Rute, eine Stationärolle und Schnur braucht es auf jeden Fall. Aber was noch. Hier eine Auflistung:
Folgende Utensilien sollten auf keinen Fall im Koffer oder in der Tasche fehlen:
- Hakenlöser
- ein Meter zu nachmessen
- Teleskop-Unterfangkescher
- Notfallset mit Desinfektionsspray, Pflaster und Wundverband (für Raubfischangler ganz wichtig, um Verletzung mit dem Drilling sofort behandeln zu können)
- Vorfach
- Posen
- Posenstopper und/oder Stopperperlen
- Bleischrote (am besten eine Dose mit verschiedenen Größen. Blei sollte eigentlich nicht mehr verwendet werden)
- Durchlaufbleie (Möglichst nicht mehr aus Blei)
- Karabinerwirbel in verschiedenen Größen
- Sitzgelegenheit (muss nicht sein)
- Verschiedene Köder (Spinner, Wobbler, Blinker, Würmer usw.)
- Eimer mit Kühlelement (Lagerung und Transport des Fangs)
- Tuch zum Abtrocknen und Reinigen der Hände nach einer Fischlandung
- eine Box, in der die Zubehörteile (Köder usw.) gut sortiert untergebracht werden können
Bild 4: Schöne Aussicht. Die gibt es gratis bei diesem schönen Hobby!
Fischen: Ich gebe es zu, bei meinen ersten Fischerausflügen an den Burgäschisee habe ich nichts gefangen. Aber es hat dennoch Spass gemacht. So konnte ich die Handhabung mit der Rute üben und das ist nicht mal so schwer. Ich war am Abend fischen, besser ist wohl der Morgen. Warum: Ich möchte auf Egli (Flussbarsch) angeln und die haben am Morgen Hunger und sind daher in den frühen Stunden aktiver. Zudem habe ich mich nach meinem ersten Fehlversuch natürlich schlau gemacht wo sich die Fische aufhalten. Das erworbene Wissen werde ich bei den nächsten Angelausfluügen berücksichtigen.
Wie fängt man Egli? Ich habe verschiedene Köder probiert. Ich versuche mich im Spinnfischen. Auswerfen, einholen, auswerfen, einholen. Mal gleichmässig, mal mit kurzen ruckartigen Bewegungen. Zwischendurch den Köder wechseln. Egli sind Raubfische und wollen also nicht vegetarisches essen. Köder imitieren also kleine Köderfische (Fische als Köder sind in diesem Gewässer nicht erlaubt). Natürlich gibt es Stellen an denen sich der Egli eher aufhält als an anderen und da sollte man sich etwas schlau machen. Der Fischer sollte also die Lebensgewohnheiten seiner zukünftigen Beute kennen. Ich habe es dem Bootssteg und dem Schilfgürtel entlang versucht. Auch ins Wasser umgestürzte Bäume sind ein guter Ort zum Fischen. Es gibt noch weitere Kriterien. Es soll aber hier nicht ein Egli fang Tutorial sein. Merke: Wer den Fische kennt, der fängt!
Bild 5: Der Eimer bleibt leer! Fischen ist nicht ganz so einfach wie ich mir das gedacht habe. Aber das soll ein Ansporn sein es besser zu machen. Aller Anfang ist schwer, darum bleibt der Eimer leer!
Bitte beachtet unbedingt die geltenden Regeln an eurem Angelgewässer. Sonst habt ihr schnell ein Problem. Und geht mit den Fischen schonend um. Die haben es verdient.
Fazit: Es ist sehr schön und ruhig am Burgäschisee (zumindest am frühen Morgen). Auch ohne Fang ist ein Ausflug an diesen See lohnenswert. Aber natürlich will man beim Fischen was fangen. Das ist ja die Idee davon. Es ist aber nicht so einfach einen Fisch an den Hacken zu bekommen. Ich habe noch viel zu lernen und zu üben, denn Übung macht den Meister. Das ist beim Fischen wie bei anderen Sachen auch. Der Titel „.. zum ersten Fisch“ war zu optimistisch. Bis jetzt habe ich noch keinen Fisch gefangen 🙁
Das waren meine ersten Versuche im Angeln. Hast du auch schon geangelt? Wie erfolgreich bist du und was sind deine Tricks? Schreib mir doch einen Kommentar, das würde mich interessieren.
Viel (nachhaltigen) Spass in der Natur,
Urs
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